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Autor: Petra Haas (av[at]linkfair.de)
Kategorie: Software
vom: 22. Februar 2010
Jeder kennt sie, ein jeder hat sie auch schon und liebt sie: Handygames! Oftmals verbirgt sich hinter einem schmerzverzerrten Gesicht nicht das Verfassen einer wichtigen SMS, sondern es es handelt sich um den verzweifelte Versuch, das nächste Spiel-Level eines Handygames zu erreichen. Im Zug, im Bus, am Bahnhof oder auch zwischendurch, das kann man überall sehen. Mann kann sie als begehrtesten Zeitvertreib anschauen, wenn die Zeit des Wartens wieder einmal unendlich ist. Was aber mit Zeitvertreib anfängt, endet oft in dem nahezu unbesiegbaren Willen diesem Game ein Ende zu machen. Sind Mobiltelefone also die Spielekonsolen von morgen? 1972 die Magnavox Odyssey und dann im Jahr 1982 der Commodore 64, sie legten bei den Spielekonsolen und Computern den Grundstein der Generation der Gamer. Das Ergebnis sind Spiele-Legenden mit Grafiken, die auf Grund der technologischen Begrenzung an Einfachheit nicht grob pixeliger hätten sein können. Innerhalb der letzten Jahre hat sich allerdings viel geändert. So regieren in unserem 21. Jahrhundert die Konsolenwelt realitätsgetreue und hervorragend durchdachte Fiktionen und Welten. Sie wurden durch sich stetig weiterentwickelnden Technologien möglich gemacht. Die Welt der Spiele ist jetzt auch portabel verfügbar. Wo sind denn die Vergleiche zu ziehen, wenn man das auf die Welt der Spiele für das Mobiltelefon überträgt? Das Handy von heute, auf dem man auch spielen kann, wird es morgen dann die Spielekonsole sein, mit der es auch möglich ist, auch Telefongespräche zu führen? Eine Antwort auf eine solche Frage kann nur JA lauten - denn offensichtlich geht der Trend zum spielenden Handy und natürlich die dazu gehörigen Games! Die Vorgehensweise bei der Entwicklung eines Spiels von der Idee bis auf das Handy-Display kann man größtenteils gleich setzen mit der bei den Spielen für Konsolen. Die Idee, die ganz am Anfang steht, wird dann in ein Konzept für ein Spiel umgewandelt. Dieses Konzept des Handy-Spiels muss dann von Designern, Grafikern und Programmierern noch umgesetzt werden. Auch auf Schwierigkeiten wird es überprüft und das Gameplay durchdacht. Erst wenn diese Schritte vollbracht sind, wird in der Designphase das gesamte Spiel gezeichnet und auch der Gesamt-Look ausgearbeitet.


Die eigentliche Programmierung folgt erst anschließend. Verglichen mit dem legendären Atari 2006 Tennis sind die Abläufe selbst beim Mobiltelefon um einiges vielschichtiger und auch komplexer geworden. In der heutigen Zeit entscheidet eben oftmals schon die Grafik darüber, ob ein neues Handygame floppt oder toppt! Die Spiele fürs Mobiltelefon vertreiben diverse Provider, wie T-Mobile, E-Plus, O2, Vodafone. Zum Beispiel Sony Ericsson, Nokia, Samsung, also die meisten Handyhersteller, vertreiben sie auch. Zudem erfolgt ein Vertrieb auch noch über Internet-Portale, die sich ausschließlich mit Handygames download befassen, sie verkaufen oder in Spiele-Abos anbieten. Bei den Handygames geht die Tendenz ganz eindeutig stets in die gleiche Richtung: immer vorwärts! Auch wenn die Technik zur Zeit noch nicht wirklich an die der Spielekonsolen und PCs herankommt, hat uns die vergangene Zeit eines gelehrt: Dass es, bis das geschieht, nur eine Zeitfrage ist. In etwa zwei bis drei Jahren erwarten die Fachleute diesen Fortschritt, dass nämlich bei den Mobiltelefonen die Technik der PCs und Konsolen angewendet wird. Die Kosten für die Entwicklung eines Spiels werden aber auch kontinuierlich damit zusammen hängend steigen. Für ein sehr komplexes Handyspiel gibt man schließlich schon in der heutigen Zeit einen hohen sechs stelligen Betrag aus. Mit der neuesten Technik wird diese Summe aber auch hinfällig sein. Niemand, der den Markt für Handy-Spiele dominieren will, kann am Budget sparen. Man muss überlegen, dass die Entwicklungen bekannter Konsolen- und PC-Spiele neunstellige Summen an Kosten für die Entwicklung bedeuten. Aus Casual-Spielern werden oft Spielfanatiker, auch durch die zur Zeit aktuellen Spiele fürs Mobiltelefon, denn auch sie können überzeugen. Dann normalisieren sich seine Gesichtszüge wieder, denn er hat schließlich doch das nächste Spiel-Level erlangen können.


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