Heute ziehen sie immer noch über Land von Stadt zu Stadt – Zirkusunternehmen. Es sind insbesondere seit Beginn des letzten Jahrhunderts zwar immer weniger geworden, aber haben sie an Anziehungskraft nichts verloren. Zur Belustigung der Kinder dabei in den meisten Zirkusunternehmen auch heute noch im Programm ist ein Jongleur und seine Jonglierbälle.
Während das Jonglieren in früherer Zeit ein eigener Programmpunkt war, handieren heute meist nur noch die Zirkusclowns im Rahmen ihre eigenen Nummer kurz auch Jonglierbälle.
Im Gegensatz zum Beginn der Auftritte von Jongleuren im Zirkus ab den 1770er Jahren ( 1768 wurde durch Philip Astley der erste moderne Zirkus eröffnet und einig Jahre später der erste eigene Jongleur angestellt) ist das Jonglieren beim Zirkus zur Nebensache geworden, gehört aber einfach immer noch dazu. Ein weiteres Bestätigungsfeld außer der Straße fanden Jongleure und ihre
html">Jonglierbälle aber auch letztlich in den Varietes. Dabei erlebte das Jonglieren mit dem Einsetzen der Industrialisierung im Rahmen der Kleinkunst. Jongleure und ihre Jonglierbälle wurden dabei engagiert, um das Publikum auch in den Pausen oder während die Bühne umgebaut wurde, zu unterhalten. Irgendwann wurden Jongleure und ihre Jonglierbälle aber hin und wieder auch zum eigenen Programmhighlight. In diesem Rahmen wurde letztlich auch in Deutschland der so genannte Gentleman-Jonglier-Stil erfunden.
Und auch im Bezug auf die Jonglierbälle tat sich in der Zeit der Industrialisierung etwas. Der Kunststoff wurde erfunden und löste zunehmend die ansonsten seither fürs Jonglieren verwendeten Bälle ab. Das Zauberwort hieß Gummibälle. Früher jonglierte man hingegen mit Bällen aus Garn oder mit Holz. Erfindungen hatten aber auch ihre Nachteile. So wurde diese Kleinkunst letztlich ein Opfer der Industrialisierung. Denn mit dem Aufkommen von Unterhaltungsmedien hatte kaum noch jemand Interesse an der Jonglierskunst.
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