23
Okt
Autor: nicola lavacca (nesta123[at]gmx.net)
Kategorie: Sonstiges
vom: 23. Oktober 2008
 

Das Eltern ihren Kindern Spielsachen schenken ist vermutlich schon seit Menschengedenken so. Schon in der Frühgeschichte der Menschen finden sich dabei Beweise dafür, dass Kinder Spielzeug besaßen. Dass dabei der Geburtstag von einer Person direkt gefeiert wurde, war bis ins 19. Jahrhundert nur vereinzelt in der Oberschicht üblich. Zuerst verbreitet hat sich diese Sitte in den protestantischen Gebieten. In den überwiegend katholischen Gegenden feierte man hingegen eher den Namenstag. Im Verhältnis erst sehr spät hat sich das Feiern des Geburtstages unter den Katholiken durchgesetzt. Die Sitte etwas zu schenken beruht hingegen auf der Tatsache, dass die Hirten und die Drei Weißen aus dem Morgenland Jesus anlässlich seiner Geburt Geschenke brachten.

 

Was an Spielsachen letztlich nachdem sich der Brauch durchgesetzt hatte geschenkt wurde, war immer von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern und Verwandten abhängig. Viele Spielsachen wurden dabei von den Eltern selbst gebastelt.


Als klassisches Beispiel gilt dabei das Holzschaukelpferd, das eigentlich ganz einfach herzustellen ist. Viele Väter basteln ihren Kindern auch heute noch entsprechende Spielsachen und schenken diese den Kindern dann zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Das Schenken von Bekleidung zu Weihnachten und Geburtstag war früher recht praktisch veranlagt. Viele Kinder bekamen dabei zu Weihnachten in der Regel Selbstgestricktes in Form von Pullovern und Jacken, die dann – rechtzeitig noch zum Winter – sie in der kalten Jahreszeit wärmen konnten. Für den Fall, dass sie auch aus den Schuhen herausgewachsen waren, war unter Umständen das einzig weitere Geschenk ein neues Paar Schuhe, mit dem sie über den Winter kommen konnten. Heute hingegen sind es in der Regel Geldgeschenke, die letztlich – dieser Tradition folgend – zum Erwerb von neuer Winterbekleidung und Schuhen führen. Anstelle von Geld werden meist auch Gutscheine verschenkt.




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