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Apr
Autor: Klim Peter (Gameone[at]t-online.de)
Kategorie: TV, Sonstiges
vom: 3. April 2009
Stammzellen bilden die „Bestandteile" des menschlichen Körpers. Sie besitzen die Fähigkeit sich immens oft trennen und besitzen die Möglichkeit, sich in unterschiedlichste Zellarten und Gewebe zu verwandeln. Es können zwei Arten von Stammzellen erkannt werden: Embrionale Stammzellen kommen immer in der embryonalen Zeit des menschlichen Körpers vor und besitzen die Fähigkeit sich zu vielen Zellarten fortbilden. Ausgeprägte Stammzellen existieren auch noch im erwachsenen menschlichen Körpers, können sich aber immer in einige wenige Typen von Zellen ausdifferenzieren. Alle neuesten Ergebnisse haben den Forschern ermöglicht, erwachsene Stammzellen aus der Haut durch das Addieren von 4 Genpools so umzuprogrammieren, dass diese abermals embryonale Eigenschaften zeigen und sich in Folge zu vielen Zellarten fortbilden können. Die neue Prozesstruktur bringt Mut, dass eine Stammzellenbehandlung anhand von abgeänderten Stammzellen aus der Haut in naher Zukunft Krankheiten wie Zucker, Pakinson, Herzerkrankungen und Muskeldystrophie nachhaltig vermindert oder sogar geheilt werden können. Dabei müsste keinesfalls auf die, moralisch zweifelhaften, embryonalen Stammzellen zurück gegriffen werden. Jeder Patient wäre seine private Stammzellenquelle und in Folge unbelastet von Spendern. Außerdem sind bei den eigenen Zellen keine Abstoßsituationen erwartbar.


Durch das gezielte Verformen dieser Zellen, schätzt man außerdem, versagende Körperorgane ganz oder teilweise ersetzen zu können. Anhand von neuen Studien sind schon bedeutende Fortschritte der Stammzellenbehandlung zu sehen. Als Beispiel konnte die Herzleistung von Patienten nach einem Herzinfarkt, durch die Spritzung von Stammzellen in den Herzensmuskel um bis zu 10 % maximiert werden. Bei Versuchen an Tieren mit an Muskeldystrophie leidenden Hunden konnte ebenfalls eine Minderung der Symptomatik verfolgt werden. Andere Studien werden kommen. Da die Nachfrage durch eventuelle Patienten stets stärker wird, bieten einige Betriebe jetzt eine Stammzelleneinlagerung an. Bei vielen basiert die Zelleneinlagerung auf Blut des Neugeborenen, um dem Kind im Nachhinein eine Stammzellenbehandlung mit „jungen" Stammzellen zu ermöglichen. Viele indessen verwenden ausschließlich Stammzellen aus der Haut, um bis zu diese im Krankheitsfall mit neuesten Varianten umzuprogrammieren und diese für eine Stammzellenbehandlung bereitzustellen. Die Stammzellforschung erfährt Zuwachs und öffnet ein gewaltiges Hoffnungspotential für Erkrankte, die sich darauf einlassen.


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